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Chronik der letzten 125 JahreDas Feuer ist eines der ältesten Freunde, aber es ist auch eines der ältesten Feinde des Menschen. Aus diesem Grund ist die Verhütung und Bekämpfung von Bränden seit jeher eine der vordringlichsten Aufgaben jeden Gemeindewesens. 1841 wurde in Meißen die erste organisierte Wehr Deutschlands, das „Freiwillige Lösch- und Rettungskorps“ gegründet. 1847 folgte die erste bayerische Feuerwehr des Turnvereins Nürnberg. Im Jahre 1862 formierte sich dann die erste bayerische Dorf-Feuerwehr in Zirndorf bei Nürnberg. Auch in Weihmörting erkannte man sehr früh die Notwendigkeit einer organisierten Feuerwehr, die im Notfall ausreichend Hilfe zu leisten vermochte. Die Geburtsstunde unserer Wehr schlug am Silvesterabend des Jahres 1880, als der Bezirksvorstand der Feuerwehren im Amtsbezirk Griesbach, Hafnermeister Auer aus Rotthalmünster, bei einer Gemeindeversammlung die Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Weihmörting ins Amtsbuch aufnahm. Über welche Grundausstattung die junge Wehr verfügte, verraten die dürftigen Eintragungen im Protokollbuch leider nicht. Monatliche Übungen zeugten aber von großem Eifer und Interesse aller Beteiligten. Der erste schriftlich erwähnte Feuerwehrball in Weihmörting fand am 09.Januar 1887 statt. Er erbrachte eine Gesamteinnahme von 7 Mark (bei einem Eintrittsgeld von 20 Pfennigen für Nichtmitglieder). Die Weihmörtinger verstanden sich schon damals auf’s Feiern, denn zu diesem Ball wurden die Nachbarwehren Asbach und Karpfham „nachmittags zwischen drei und vier Uhr mit Musik empfangen“. Am 07.01.1888 folgte dann die erste Weihnachtsfeier der Weihmörtinger Feuerwehr, zu der Vereinsmitglieder Verlosungsgegenstände sammelten, deren Wert nicht unter 20 Pfennig liegen durfte. Seinerzeit kam nach dem Abbrennen der Christbaumkerzen zudem noch Ast für Ast des Baumes „unter den Hammer“. Über 80 Mark flossen damals in die Vereinskasse. Erst im Jahre 1888 wurde von einer neuen Saug- und Druckspritze berichtet, für die 60 m Schläuche und Schlauchhalter angeschafft wurden. Wie diese Spritze beschaffen war, war bedauerlicherweise nicht mehr zu erforschen. Die „Steigerleitern“ standen damals im Eigentum der Kirche und waren nur Leihgabe.31 Jahre nach der Gründung fand sich die Gemeinde bereit, eine zweite Handspritze zu beschaffen. Alle bis zu diesem Zeitpunkt getätigten Einkäufe (Uniformen, Helme, Schläuche und sonstige Requisiten) finanzierte der Verein bzw. die Feuerwehrmänner ausschließlich selbst. So erhob man ab 1887 ein sogenanntes „Eintrittsgeld“ (= Aufnahmegebühr auf freiwilliger Basis), um diese vielen Ausgaben bestreiten zu können. Im Jahre 1924, nach der Übernahme des Kommandos durch Josef Putz, erlebte der Verein einen neuen Aufschwung. 1927 bildete sich, zum Zugführer Michl Hösamer aus Höchfelln, ein zweiter Zug mit Männern aus Buch und den Einöden. An der Westseite der Kegelbahn des Anwesens Hasbauer „Wirt’s Buch“, wurde ein Feuerwehrhaus errichtet. Dort fand die ältere Saug- und Druckspritze ihren Platz. Am 11.11.1929 übergab die Gemeinde eine Klein-Motor-Spritze, die erhebliche Erleichterung in der Wasserförderung brachte. Weitere Einzelheiten hierzu sind leider nicht mehr bekannt. Über Fahnenweihen schweigt sich das Protokollbuch ebenfalls aus. Die Jahreszahlen auf der 1954 geweihten Fahne lassen aber darauf schließen, dass im Jahre 1885 eine Fahnenweihe stattgefunden haben muss. Ebenso weist hierauf ein Eintrag aus dem Jahre 1934 hin, wo vom Tod der Fahnenmutter Therese Wimmer, „Privatiere auf dem Wimmergut in Schalkham“, berichtet wird. Ein trauriges Kapitel beschreibt die Chronik bzgl. der Kriegsjahre. Während diesem Zeitraum sind keinerlei Aktivitäten vermerkt. Die Eintragungen lauten nunmehr: „Die Wehr verlor in diesem Jahr folgende Feuerwehr-Kameraden…“. Bis einschließlich 1948 spiegeln die dürftigen Aufzeichnungen kaum Engagement im Verein wider. Offensichtlich war den meisten die Lust am Tragen von Uniformen vergangen. Zudem waren die ersten Nachkriegsjahre ausreichend mit anderweitigen Problemen ausgefüllt. Erst im Jahre 1949 begann sich allmählich wieder Leben im Verein zu entwickeln. Die Gemeinde genehmigte den Ankauf einer neuen Motorfeuerspritze Marke Höng, zum Preis von 2.700,- DM. Ausstattung und Aufbau des Löschanhängers kosteten weitere 1.000,- DM.Am 01.01.1951 fand dann erstmals nach dem Kriege wieder eine Christbaumversteigerung statt, die der Kassier mit einem beachtlichen Reinerlös von 655,- DM abschließen konnte. Man nahm auch wieder an Jubiläen und Fahnenweihen der umliegenden Wehren teil. Die Abhaltung des 75-jährigen Gründungsfestes mit Fahnenweihe am 29.05.1954 war die logische Folge, des sich zunehmend wieder normalisierenden gesellschaftlichen Lebens. Wie auch in anderen Jahren übernahmen die Männer der Asbacher Wehr die Patenschaft und bezeugten somit ihre Verbundenheit zu den Weihmörtinger Kameraden. Mit finanzieller Unterstützung der Gemeinde, konnte 1954 auf dem Dach des Wirtschaftsgebäudes des Kommandanten Hans Haslinger, eine Alarmsirene angebracht werden.
Für das Fortbestehen der Weihmörtiger Wehr sprechen die folgenden Mitgliederzahlen eine positive Sprache:
Mit dem Leitgedanken – „Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr“ – wird die Weihmörtinger Wehr, im neuen Jahrtausend, mit Gottes Segen, den ihr gestellten Anforderungen bestimmt gerecht werden. Gruppenfoto aus dem Jahr 2005,anlässlich des 125 jährigen Gründungsfestes. Zur Zeit hat die FF Weihmörting 53 aktive, 8 Jugend, 61 passive, 31 fördernde, 4 Ehrenmitglieder also insgesamt 157 Mitglieder.
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